Satzung

Der Musikschule Wertingen e.V.

§ 1

Name und Sitz des Vereins

Der Verein führt den Namen „Musikschule Wertingen e.V.“ und ist unter dieser Bezeichnung am 16.10.1981 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Dillingen a. d. Donau eingetragen worden.

Der Verein hat seinen Sitz in Wertingen.

§ 2

Zweck

1. Der Verein ist Träger der Musikschule Wertingen. Er dient der Förderung musikalischer Jugend- und Laienbildung aller Bevölkerungskreise; er will das Erlernen von Musikinstrumenten, Gesang und musikalischer Bildung ermöglichen. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.

2. Die Mittel dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Mitglieder dürfen keine Gewinnanteile oder sonstige Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.

Der Verein darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigten. Der Verein muss selbstlos tätig sein und darf nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke verfolgen. Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig. Jeder Beschuss über die Änderung der Satzung ist vor dessen Anmeldung beim Registergericht dem zuständigen Finanzamt und Registergericht zur Beurteilung vorzulegen.

§ 3

Mitgliedschaft

1. Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts sein.

2. Die Anmeldung erfolgt schriftlich beim Verein. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

3. Die Mitgliedschaft erlischt durch

               a) Ausschluss

               b) Austritt

               c) Tod bei natürlichen Personen

               d) Auflösung bei juristischen Personen

4. Der Austritt ist dem Vorsitzenden des Vorstands schriftlich mitzuteilen. Er kann nur zum Jahresende unter Einhaltung einer vierteljährlichen Kündigungsfrist erklärt werden.

5. Ein Ausschluss ist nur durch einstimmigen Beschluss des Vorstandes möglich. gegen den Beschluss des Vorstandes kann Berufung bei der Mitgliederversammlung eingelegt werden, die mit 3/4-Mehrheit über den Ausschluss entscheidet.

6. Personen, die die Zwecke des Vereins in besonderem Maße gefördert haben, können durch Beschluss der Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

§ 4

Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 5

Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

               a) die Mitgliederversammlung

               b) der Vorstand

§ 6

Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung besteht aus den Vereinsmitgliedern.

2. Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:

            1. Wahl des Vorstands

            2. Wahl von Ehrenmitgliedern

            3. Entgegennahme des Jahresberichts

            4. Entlastung des Vorstands.

            5. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge

            6. Beschluss von Satzungsänderungen

            7. Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins.

3. Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich, und zwar zu Beginn des Geschäftsjahres einzuberufen.

Weitere Versammlungen können bei Bedarf und müssen auf Verlangen eines Viertels der Mitglieder einberufen werden. Die Einladung erfolgt in der „Wertinger Zeitung“ unter der Angabe der Tagesordnung mindestes eine Woche vor der Versammlung.

4. Der Vorsitzende des Vorstandes stellt die Tagesordnung für die Mitgliederversammlung auf, lädt zu dieser ein und leitet die Sitzung.

5. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der erschienenen Mitglieder gefasst; bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Bei Wahlen ist, wenn sie nicht einstimmig durch Zuruf erfolgen, auf Antrag ist eine schriftliche Abstimmung durch Stimmzettel erforderlich.

6. Beschlüsse über Satzungsänderungen oder die Auflösung des Vereins bedürfen einer 2/3-Mehrheit der erschienenen Mitglieder.

7. Jedes Vereinsmitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht in den Mitgliederversammlungen kann auch durch einen mit schriftlicher Vollmacht versehenen Vertreter ausgeübt werden. Mehrere Bevollmächtigte sind unzulässig.

8. Die Beschlüsse werden vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer bekundet.

§ 7

Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus folgenden Personen:

Ein 1. Vorsitzender

Ein Stellvertreter des 1. Vorsitzenden

Zwei Beisitzer, darunter ein Vertreter er Stadt

Ein Kassierer

Ein Schriftführer

2. Die Vorstandschaft wird auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Der Vertreter der Stadt Wertingen wird von dieser entsandt. Jedoch bleiben die Mitglieder des Vorstandes bis zu einer Neuwahl im Amt. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, kann der Vorstand für die restliche Amtszeit einen Nachfolger bestellen. Dieser Beschluss muss der nächsten Mitgliederversammlung zur Bestätigung vorgelegt werden.

3. Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung und die Verwaltung des Vereinsvermögens. Der Vorstand beschließt über die Anstellung und Entlassung der Angestellten des Vereins einschließlich des Leiters der Musikschule. Personelle Entscheidungen über die Lehrkräfte sollen im Benehmen mit dem Leiter der Musikschule getroffen werden.

4. Der 1. Vorsitzende vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters des Vereins. Der Stellvertreter des 1. Vorsitzenden hat grundsätzlich die gleichen Rechte. Im Innenverhältnis wird jedoch bestimmt, dass dieser nur dann tätig werden soll, wenn der 1. Vorsitzende nicht handeln kann oder will.

5. Der 1. Vorsitzende beruft eine Vorstandssitzung bei Bedarf ein oder wenn es mindestens 2 Vorstandsmitglieder verlangen. Als Gast zur Vorstandssitzung soll auch jeweils der Leiter der Musikschule eingeladen werden.

6. (1) Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Unabhängig davon dürfen jedoch Tätigkeitsvergütungen an Vorstandsmitglieder und allen in sonstiger Weise für den Verein Tätige geleistet werden, soweit diese nicht unangemessen sind. Vergütungen an Vorstandsmitglieder im Rahmen der sogen. Ehrenamtspauschale gem. § 3 Nr. 26a EStG sind stets angemessene Pauschalen.

(2) Unberührt hiervon bleibt der Aufwandsersatzanspruch gem. § 670 BGB.

§ 8

Auflösung

Falls es die Mitgliederversammlung nicht anders beschließt, sind der 1. Vorsitzende und der Stellvertreter des 1. Vorsitzenden Liquidatoren. Das nach Beendigung der Liquidation vorhandene Vereinsvermögen fällt an die Stadt Wertingen, die es ausschließlich nur zu gemeinnützigen steuerbegünstigten Zwecken im Sinne dieser Satzung verwenden darf. Insbesondere hat sie mit dem Restvermögen andere musiktreibende als gemeinnützig anerkannte Vereine oder den Musikunterricht in öffentlichen Schulen zu fördern. Dies gilt entsprechend, wenn der Verein aus einem anderen Grunde aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert. Eine Änderung der Satzung hinsichtlich der Person des Anfallberechtigten bedarf der Genehmigung des zuständigen Finanzamtes.

Diese Satzung wurde erstmals in der Gründungsversammlung am 10. Juli 1981 errichtet. Die Neufassung wurde in der Mitgliederversammlung vom 29.03.1988 beschlossen.

Die Neufassung der Satzung hat die Mitgliederversammlung am 24.03.2010 in Wertingen beschlossen. Außer dem Einfügen von § 7 Abs. 6 ist keine weitere Änderung gegenüber der bisherigen Satzung eingetreten.

Sie tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

Wertingen, den 24.03.2010

 

I. Aufgabe und Aufbau

1. Die Musikschule wird vom Verein Musikschule Wertingen e.V. getragen. Qualifizierte Lehrkräfte erteilen interessierten Schülern aus dem Einzugsbereich der Musikschule Musikunterricht und tragen damit zur Nachwuchsförderung bestehender Musikvereine und -gruppen bei. Bei entsprechender Nachfrage bietet die Musikschule die Ausbildung aller Instrumentenkategorien und möglichen Ensembles an.

2. Die Musikschule gliedert sich in:
a) Kurse für musikalische Früherziehung,
b) Kurse für Grundausbildung (theoretischer Unterricht); sie werden zusammengefasst zu einer üblichen Klassenstärke,
c) instrumentalen Einzel- und Gruppenunterricht.

3. Ziel ist es, die Ausbildung in folgenden Stufen zu vermitteln:
a) Grundstufe (4- bis 6-jährige, Früherziehung)
b) Unterstufe (7- bis 10-jährige)
c) Mittelstufe (10- bis 14-jährige)
d) Oberstufe (über 14 Jahre)

Das genannte Aufnahmealter soll nur als Anhalt gelten; entscheidender für die Aufnahme sind Eignung und Leistung.

Unabhängig von den oben genannten Stufen können erwachsene Interessenten in der für sie geeignet erscheinenden Stufe mit der Ausbildung beginnen. Die Probezeit nach der Aufnahme dauert drei Monate.

II. Aufnahme und Austritt, Unterrichtsbetrieb

1. Beginn und Ende des Schuljahres sowie Feriendauer und Feiertagsregelung richten sich nach den allgemeinbildenden Schulen.

2. Anmeldungen zur Musikschule sollen zu den üblichen, jährlichen Anmeldeterminen oder Bürozeiten erfolgen. Sie sind auf dem entsprechenden Vordruck schriftlich zu beantragen. Bei Anmeldung von Kindern oder Jugendlichen unter 18 Jahren erklären sich die Erziehungsberechtigten bereit, den Schüler pünktlich und regelmäßig zum Unterricht zu entsenden, ihn dazu anzuhalten, in den Unterrichtsräumen um Sauberkeit und Ordnung bemüht zu sein und die nach der Gebührenordnung anfallenden Gebühren durch Lastschrifteinzug im vierteljährlichen, halbjährlichen oder jährlichen Turnus abbuchen zu lassen.

3. Der Schüler kann während des Schuljahres, außer bei zwingenden Gründen (Erkrankung, Wegzug) nur mit Genehmigung der Schulleitung jeweils zum 1. Dezember oder zum 1. März ausscheiden.
Eine Abmeldung zum Schuljahresende und zu den genannten Stichtagen muss einen Monat vorher bei der Schulleitung erfolgen. Erfolgt keine Abmeldung, so verlängern sich die bestehenden Vereinbarungen um ein weiteres Schuljahr.

4. Der Schüler scheidet, abgesehen von Ziffer 3, aus der Musikschule aus:

a) mit der Abmeldung zum Schuljahresende;
b) wenn die Schulleitung feststellt, dass infolge mangelnder Begabung oder mangelnden Fleißes keine weiteren Fortschritte mehr zu erzielen sind;
c) bei Ausschluss aus der Musikschule (Ziff. 5);
d) bei Verzug in der Zahlung der Gebühren.

5. Der Unterrichtsbesuch soll lückenlos sein. Verhinderungsfälle müssen unverzüglich dem Lehrer angezeigt werden. Nach zweimaligem unentschuldigtem Fernbleiben kann der Schüler von der Schulleitung von der weiteren Teilnahme am Unterricht ausgeschlossen werden, wenn keine Reaktion seitens des Schülers oder seines Erziehungsberechtigten erfolgt. Die Unterrichtsgebühren sind in diesem Fall bis zum Ende des Schuljahres in voller Höhe zu entrichten.
Zur Wahrung der Ordnung kann der Lehrer folgende Maßnahmen ergreifen:
a) mündliche Verwarnung;
b) ein Schüler, der den Unterricht stört, kann während der Stunde vom Unterricht entfernt werden;
c) schriftliche Mitteilung an die Erziehungsberechtigten.

Die Schulleitung kann folgende Maßnahmen ergreifen;
a) schriftliche Androhung des Ausschlusses;
b) Ausschluss

6. In den Instrumental-/Vokalunterricht werden Kinder aufgenommen, welche die Musikal. Früherziehung, die Musikal. Grundausbildung oder Singklasse mindestens ein Jahr lang besucht haben – über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung. Kinder ab dem 3. Schuljahr können in den Instrumental-/Vokalunterricht direkt aufgenommen werden.

Die weitere Ausbildung wird in Klassen oder Kursen bzw. in Gruppen- oder Einzelunterricht durchgeführt. Die Ausbildung soll drei Jahre nicht unterschreiten. Die gründliche Erlernung eines Instrumentes erfordert im allgemeinen längere Zeit.

7. Der Besuch der seitens der Musikschule eingerichteten Kurse für Musiktheorie ist für jeden Schüler kostenlos möglich.

8. Jeder Schüler erhält in dem gewählten Instrument eine Wochenstunde Unterricht. Er kann nach dem Rat seines Lehrers auch weitere Instrumente erlernen. Ein Rechtsanspruch auf Erteilung eines bestimmten Unterrichts besteht nicht. Die Mitwirkung an Veranstaltungen der Musikschule (Konzerte u.a.) ist für jeden Schüler Pflicht.

9. Instrumente können gegen eine monatliche Gebühr an die Schüler vermietet werden. Schuleigene Instrumente dürfen bei Veranstaltungen außerhalb der Musikschule und Ihrer Einrichtungen nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Schulleitung benützt werden.

Stand: Juli 2007
© Musikschule Wertingen e. V.