Holzblasinstrumente Oboe
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Von Sara Yago Mut, Lehrerin für Oboe

Die Oboe gehört zur Familie der Holzblasinstrumente. Ihr Name hat sich aus dem Französischen (Hautbois) entwickelt und bedeutet “hohes Holz”. Zum Spielen der Oboe ist als Mundstück ein Doppelrohrblatt erforderlich, welches auf die Oboe aufgesteckt wird. Vorläufer der Oboe lassen sich bis ins alte Ägypten (2800 v. Chr.) und bis in die Antike in Griechenland und Rom zurückverfolgen. Auch in Asien wurden historische Doppelrohrblattinstrumente gefunden.

Die Form der heutigen Oboe hat sich um 1650 aus der Schalmei entwickelt, mit zunächst nur zwei Klappen. In der Musik des Barocks besitzt die Oboe einen hohen Stellenwert. Es wurden sehr viele Konzerte und Sonaten (z.B. von Vivaldi, Händel, Telemann) für dieses Instrument komponiert und auch in den Orchesterwerken dieser Zeit kommen den Oboen oft anspruchsvolle Aufgaben zu. In der Klassik entwickelten sich neue Formen der Kammermusikbesetzungen. Solo-Konzerte für Oboe und Orchester wurden weiterhin komponiert, aber im Orchester waren die Oboen zunächst als Harmonieinstrumente eingesetzt.

Die Entwicklung im Oboenbau hatte besonders in Frankreich große Fortschritte gemacht. Die Anzahl der Klappen wurde ständig vergrößert, um die Grifftechnik zu erleichtern. Während die Klarinette die Oboe in der Solo-Literatur der Romantik verdrängte, behaupteten die Oboe und das Englischhorn ihren Platz im Orchester. In den symphonischen Werken der Romantik und in der Opernliteratur sind der Oboe oft wundervolle Passagen zugeteilt. In dem bekannten musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“ von Prokofieff gibt die Oboe der Ente ihre Stimme.
Zu den gängigen Nebeninstrumenten (bzw. zur Oboenfamilie) zählen die Oboe d’amore und das Englischhorn. Die Oboe d’amore ist etwas länger als die Oboe und besitzt einen birnenförmigen Schallbecher.

Was ist wichtig für das Erlernen des Instruments?

Hauptvoraussetzung ist, dass man das Instrument halten und mit seinen Fingern die Klappen bedienen kann. Die Klappenabstände sind ähnlich den Lochabständen bei der Alt-Blockflöte.

Eine gute Basis für den Beginn mit dem Oboenspiel ist die abgeschlossene Musikalische Früherziehung (MFE) oder die Grundausbildung mit der Blockflöte. Gute fabrikneue sogenannte Schüleroboen kosten zwischen 2.000 € und 2.500 €. An der Musikschule gibt es jedoch zunächst die Gelegenheit, ein Instrument auszuleihen.

Unterricht an der Musikschule Wertingen

In der Regel wird die Oboe im Einzel- oder Gruppenunterricht erlernt. Die Musikschule Wertingen bietet zusätzlich zum individuellen Unterricht zahlreiche Möglichkeiten des gemeinsamen Musizierens an. Schon früh kann im Vororchester oder einem Kammermusikensemble zusammen mit anderen Kindern gespielt werden. Dabei zählen nicht nur die neuen musikalischen Erfahrungen, sondern auch der soziale Faktor des gemeinsamen Erlebens. Auch im Rahmen der Bläserklasse der 3. Klasse in der Grundschule kann die Oboe erlernt werden.

Für Fragen steht die Lehrerin Sara Yago Mut gerne zur Verfügung.