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Ambiente und Musik aus einem Guss

Erfrischender Jazz aus der Musikschule Wertingen wurde durch die „Papa Lipp Combo – Jazz & More“ für die Besucher der von Sonnenstrahlen durchfluteten Zusaminsel und der Terrasse des griechischen Restaurats LIMANI am Sonntag als Matinée aufgeführt.

Manfed-Andreas Lipp (Saxofon/Vocals/Moderatrion/Leader), Dunja Lettner (Drums/Perkussion), Florian Hirle (Gitarre/Vocals/Technik) und Helmuth Baumann (Bass/Vocals/Technik) präsentierten einen Querschnitt des Jazz in all seinen Facetten auf lockeren, swingenden und groovenden Beats und Riffs. Lipp machte zu Beginn deutlich, dass ein großer Teil des Programms gesungen und während der Aufführung über die bekannten Themen improvisiert wird. Eine Blues-Shuffle eröffnete den Melodienreigen und gleich begannen die Gedanken zu fliegen und Musik zu werden. Die Friedensbotschaft „I´m gonna lay down my sword and shield – study war no more!“ wurde vom zahlreichen Publikum mit Beifall aufgenommen und von der Band stimmgewaltig umgesetzt. Was ein Lächeln bewegt, wurde in dem Song „Smiles“ von Will Callahan deutlich und Manfred-Andreas Lipp widmete das Thema „The Smiles that you gave to me“ seiner Frau Ingrid. Im Jazz werden religiöse Themen oft sehr emotional umgesetzt und „Just A Closer Walk With Thee“ ist dazu ein Paradebeispiel aus der Folklore, das unter Fats Waller ein Evergreen wurde. Auf dem Weg und den Spuren des Jazz vom südlichen New Orleans in den Norden war St. Louis eine Wegmarke und die Papa Lipp Combo bediente sich dabei des St. Louis Blues von W. C. Handy mit „Kaskaden“ von Klängen auf Saxofon, Gitarre, Bass und Schlagzeug, wobei der Dialog der Solisten beeindruckte.

Bestseller und Ohrwürmer

Mit „Satin Doll“ stellte Manfred-Andreas Lipp nicht nur Duke Ellington, sondern auch seine ausdrucksvolle Stimme und individuelle Interpretation auf der Zusaminsel vor. Florian Hirle fand einen sensiblen Einstieg in Gershwins Musik aus „Porgy and Bess“ und begleitete seinen Gesang mit dunklen Mollakkorden der Gitarre im Arpeggio. Die swingenden Rhythmen von Dunja Lettner an ihrem dezenten aber immer präzisen und präsenten Drumset und der voluminöse Bass von Helmuth Baumann waren der ideale Rahmen für Sänger und Saxofonist Manfred-Andreas Lipp, der „On the Sunny Side of the Street“ und „Life can be so sweet“ in seiner Moderation passend zu deuten wusste: „If i never have a Cent, i´ll be rich as Rockefeller, Gold dust at my Feet, on the Sunny Side oft he Street“. Dunja Lettner war in ihrem rhythmischen Element und die Vielfalt ihrer Trommeln, deren Sound und Virtuosität machte Staunen und Sonny Rollins hätte bei „St. Thomas“ sicher seine Freude an ihr gehabt. Musikalische „Tiefe“ und die Sehnsucht nach Liebe brachte die Papa Lipp Combo mit dem Klassiker „Lover Man“ auf die Bühne: „Oh Where Can You Be?“ Immer wieder Broadway und Musical führten im Programm zu „On the Street where you live“ aus „My Fair Lady“ und das tolle Wertinger Publikum ging voll mit dabei: Richard Rodgers „The Lady is a Tramp“ Charlie Parker „Now´s the Time/Billie´s Bounce“, Fats Domino „Blueberry Hill“ und Antonio Carlos Cobim „The Girl from Ipanema“ rundeten ein Programm aus Bestsellern und Ohrwürmern ab, das unter dem Beifall der Gäste sein Finale mit Billy Rose „It´s only a Paper Moon“ fand. Das Ambiente und die Musik passten zusammen wie aus einem Guss  – toll, bis bald!

Die Papa Lipp Combo mit v. l. Manfed-Andreas Lipp, Florian Hirle, Dunja Lettner und Helmuth Baumann präsentierten einen Querschnitt des Jazz in all seinen Facetten auf lockeren, swingenden und groovenden Beats und Riffs.

“Papa” Manfred-Andreas Lipp am Tenorsaxofon.

 

Gitarrist Florian Hirle.

 

Dunja Lettner am Schlagzeug.

 

Helmuth Baumann am Bass.