In Musik an einem Strang ziehen!

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Die Zusammenarbeit von AR-Realschule und Gymnasium in Wertingen im Wahlfach Jazzorchester ist seit mehr als zwei Jahrzehnten unter Manfred-Andreas Lipp ein Erfolgsmodell.

Drei Wettbewerbe eine Begegnung war das Motto am Wochenende in der Bayerischen Musikakademie im Kurfürstlichen Schloss in Marktoberdorf.

Die ReGy-Bigband, das Jazzorchester der AR-Realschule und des Gymnasiums Wertingen, war unter der Leitung von Musikdirektor Manfred-Andreas Lipp mit insgesamt 15 Bigbands aus ganz Bayern beim Wettstreit nach Noten in Sachen Jazz am Start. Mehrmals war man in der Vergangenheit bereits Landessieger gewesen und gehörte deshalb zum Favoritenkreis. Einige Eltern stärkten der Band durch ihre persönliche Anwesenheit den Rücken und die Verwaltungsleiterin der Musikschule Wertingen Karolina Wörle kümmerte sich um alle organisatorischen Belange. Die ReGy Bigband ist als musikalische Kooperation ein vorbildliches Modell. Zu dem beachtlichen Niveau tragen nicht zuletzt seit Jahren die idealen Rahmenbedingungen für Proben in der Musikschule Wertingen bei. Manfred-Andreas Lipp moderierte seine Beiträge unter dem Motto “Was ist schön in Wertingen?” und fand Lob für die Stadt, ihren Bürgermeister, den Stadtrat, die allgemein bildenden Schulen, die Vereine, seine Musiker und die Eltern. “Bei uns wird an einem Strang gezogen und deswegen sind wir stark” antwortete der Wertinger Bandleader auf viele Fragen nach dem Erfolgsrezept gegenüber Vertretern der Presse, der anderen Teilnehmer, der Musikakademie und des Bayerischen Musikrates.

Mit dem stilistisch flexiblen Programm aus Werken von Peter Herbolzheimer (The Healer/Blues), Victor Lopez (A Night in Havanna/Latin), Herbie Hancock (Chameleon/Funkrock) und Count Basie (Jumpin´at the Woodside/Swing) beeindruckten die jungen Wertinger Jazzmusiker nicht nur das anwesende Fachpublikum sondern auch die hochkarätig besetzte Jury. Prof. Claus Reichstaller (München), Prof. Thomas Zoller (Dresden), Axel Prasuhn (Regensburg), Eberhard Budziat (Stuttgart) und Harald Rüschenbaum (München) hatten nach dem Wettbewerbskonzert beim Beratungs- und Jurygespräch für die Musiker der ReGy-Bigband und ihren Bandleader nur Lob, Hochachtung und Anerkennung parat und sprachen den Wunsch aus in ihren Hochschulen diese Arbeit bei Gelegenheit als vorbildlich vorstellen zu dürfen. “Ich habe gerade wirklich sehr viel durch euren tollen Auftritt und musikalischen Vortrag gelernt” so Prof. Reichstaller, Leiter der Jazzabteilung an der “Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst” in München begeistert. Neben den kollektiven Leistungen der Band konnten die Solisten Andrea Gerblinger (Trompete), Julian Schmid (Klavier), Mathias Schäffler (Schlagzeug), Julian Rössner (Posaune), Alex Tschan (Gitarre), Marcel Kapfer (Saxofon) und Peter Wild (Posaune) ganz besonders durch ihre Improvisationen gefallen. Nach den Wettbewerben rundeten Workshops mit den Juroren und eine Jamsession das Programm wohltuend ab, das von Willy Staud, dem Organisationsleiter “Jugend jazzt” Bayern und seinem Team vorbildlich organisiert und umgesetzt worden war.

Am Sonntagvormittag umrahmten einige Bigbands die Bekanntgabe der Ergebnisse in Anwesenheit von viel Prominenz. Große Freude herrschte bei den Vertretern der ReGy Bigband nachdem das Prädikat “Mit hervorragendem Erfolg” die bestmögliche Leistung aller Teilnehmer bestätigte und nun die ReGy-Bigband für zwei Jahre, bis zum nächsten Wettbewerb bayerischer Meister ist. Nach dieser grandiosen Leistung erfüllte die Jury den Wunsch von Bandleader Manfred-Andreas Lipp, der als Preis keinen überregionalen Wettbewerb sondern das Bayerische Jazz Weekend in Regensburg besuchen und dort ein eigenes Konzert auf dem Bismarckplatz geben wollte. Dies und einen Bandworkshop bei einem renommierten Dozenten in der bayerischen Musikakademie in Alteglofsheim im Juli 2012 darf nun die ReGy Bigband als ersten Preis erwarten. Außerdem erhielt der junge Schlagzeuger Mario Walz ein Stipendium der “Gunter und Waltraud Greffenius Stiftung” München für die Teilnahme an Weiterbildungen des Landesjugendjazzorchester Bayern. Mit dem Sieg in Marktoberdorf glänzte Musikdirektor Manfred-Andreas Lipp innerhalb von 3 Wochen zum zweiten Mal bei einem Wettbewerb auf Landesebene, denn das Jugendorchester hatte kürzlich in München ebenfalls den ersten Preis davon getragen.