Das Fagott – Ein Allroundtalent wurde vorgestellt

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Vor einigen Tagen kamen 12 Schulklassen  aus Wertingen, Gottmannshofen und Binswangen in den Genuss das Allroundtalent Fagott kennen zu lernen. Die Schüler hatten die Möglichkeit, im Saal der Musikschule Wertingen, den Worten des Wertinger Fagottlehrers Sebastian Hägele zu lauschen. Und natürlich ging es dabei nur um eines: Das Fagott.

Sebastian Hägele unterrichtet dieses außergewöhnliche und vielseitige Instrument bereits im elften Jahr an der Musikschule Wertingen. Von Karolina Wörle (Musikschule Wertingen) und Christiane Grandé (Grundschule Wertingen) wurden ein „Schnuppertag“ organisiert, um jenes ungewöhnliche Instrument einer Vielzahl von Kindern vorzustellen… Denn sind wir mal ehrlich: Welches Kind kennt schon ein Fagott?

Richtig: Leider nur die wenigsten! Aber dennoch zum Glück ein paar; meistens über das Hörspiel „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew, in welchem der Großvater vom Fagott, grummelnd, tief und röhrend intoniert wird.

Hägele erklärte den Kindern mit viel Enthusiasmus und Begeisterung alles, was man über das Fagott wissen sollte. Angefangen bei der filigranen Produktion der Mundstücke – dem sogenannten Doppelrohrblatt – bis hin zu etlichen Klangbeispielen, die er entweder selber vorspielte oder über CD einspielte. Von Mozart bis hin zur Ausnahme – Formation des „Andromeda Mega Express Orchesters“ lauschten die Kinder den Klängen des Fagotts aufmerksam und sehr interessiert.

Der Musiklehrer erklärte den Kindern, warum ein Fagottmundstück manchmal wie ein Hahn krähen muss und warum es auch ganz jungen Musikschülern möglich ist, dieses tolle Instrument zu erlernen.

Universell einsetzbar

Das Fagott ist universell einsetzbar, und nicht nur ein klassisches Orchesterinstrument, was geradezu den Reiz ausmacht, dieses Instrument  zu erlernen. Ob Symphonisches Blasorchester, Kammermusik,  klassisches Symphonie-Orchester, oder der Big Band, selbst in der neuen und modernen zeitgenössischen Musik oder in Cross-Over – Formationen bis hin zur Popmusik – alles ist möglich auf diesem Instrument. Auch Sebastian Hägele selbst vertritt all jene Stilrichtungen als Berufsfagottist, was seinen Vortrag noch authentischer werden ließ.

Gerade wegen seines riesigen Tonumfangs von fast vier Oktaven ist das Instrument bei sämtlichen Komponisten hoch im Kurs. Als tiefstes Holzblasinstrument kann man darauf Töne erzeugen, die an eine riesige Schiffshupe erinnern, in der Höhe hingegen an ein singendes Sopransaxofon. Der weiche, warme und liebliche Klang erinnert oft sogar an die menschliche, singende Stimme – dazu noch das exotische Erscheinungsbild, das an ein langes, hölzernes Ofenrohr mit tausenden Klappen erinnert, zog alle Kinder in den Bann. Begeistert und voller Freude verließen die Schulklassen die Wertinger Musikschule.

Aus den begeisterten Aussagen der Kinder wird die Musikschule Wertingen etliche Instrumente im neuen Schuljahr beschaffen müssen – so viele bekundeten bereits ihr Interesse… Die Verantwortlichen von Musikschule und Grundschule Wertingen würden sich natürlich sehr darüber freuen, denn Fagottisten kann es auf dieser Welt nie genug geben…

Weitere Informationen gibt es beim „Tag der offenen Tür“ am 23. Juni von 10 – 13 Uhr in den Räumen der Musikschule Wertingen am Landrat-Anton-Rauch-Platz 3/Stadthalle oder jederzeit unter 08272/4508.

Die Schüler der Grundschule Wertingen hatten viel Spaß bei den Ausführungen von Fagottlehrer Sebastian Hägele (vorne 2. v. l.). Natürlich durften zum Schluss alle das Fagott ausprobieren.

Auf einem „Fagottino“, einem Kinderfagott, ist es auch ganz jungen Musikschülern möglich das Instrument zu erlernen. Sebastian Hägele stellte dieses Instrument vor.

Mit Klangbeispielen demonstrierte Sebastian Hägele die Vielseitigkeit des Fagotts.
Sebastian Hägele erklärte den Kindern mit viel Begeisterung alles, was man über das Fagott wissen sollte.