Manfred-Andreas Lipp *26. April 1953 in Heidenheim/Brenz
Im Februar 1966 begann im Alter von 12 Jahren unter der Leitung von Kapellmeister Luitpold Lanzinger aus Altenberg (heute Syrgenstein) im Saal des Gasthofes „Zum Löwen“ in Burghagel mit Musiktheorie und Klarinettenunterricht das aktive musikalische Leben von Manfred-Andreas Lipp. Im Albertus Gymnasium Lauingen erhielt er durch Ludwig Hornung sen. (Klavier) sowie Viktor Gartner und Bruno Spägele (Musiktheorie) maßgebliche Motivation und Förderung. In Musikvereinen spielte er bald die B-Klarinette, Es-Klarinette und Saxophon. Er war früh Gründer einer Jugendkapelle, bildete alle Musikschüler selbst aus und dirigierte die Blaskapelle in Burghagel bis 1984. Erfolge feierte er mit seiner eigenen Band „Alpenecho“ mit Tanz- und Stimmungsmusik. Manfred-Andreas Lipp war zeitweise zusätzlich in der Stadtkapelle Lauingen, dem Musikverein Sontheim an der Brenz, der Blaskapelle Unterthürheim, im Musikverein Binswangen und für die Stadtkapelle Gersthofen engagiert. Im Ehrenamt war Manfred-Andreas Lipp auch beim Allgäu-Schwäbischen Musikbund Bezirk 17 Dillingen/Donau-Ries aktiv und Bezirksjugendleiter.

Seit 1977 war Manfred-Andreas Lipp für die Stadtkapelle Wertingen als Musiklehrer, Ensembleleiter, Dirigent und im Vorstand über mehr als 40 Jahre tätig. Im Jahr 1978 übernahm er die gesamte musikalische Leitung der Stadtkapelle Wertingen e.V. und die ständige und lückenlose Ausbildung. Bereits nach 5 Jahren war das Jugendorchester Wertingen unter seiner Leitung mit Auszeichnung (117 von 120 möglichen Punkten) beim Konzert-Wertungsspiel in der Höchststufe/Kunststufe angekommen. Im Jahr 1984 stellte die Stadt Wertingen unter Bürgermeister Dietrich Riesebeck den bereits bewährten Manfred Andreas Lipp auch als Musikschulleiter und Stadtkapellmeister ein und verhinderte damit, dass Lipp andere verlockende Angebote annahm. Seine Schüler*innen machten Weiterbildungen (D1, D2, D3, Jugendleiter- und Dirigentenkurse), spielten in Auswahlorchestern, studierten Musik, erreichten Preise als Solisten und mit Ensembles bis zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Viele erreichten in Musik-Berufen und in Musik-Verbänden Leitungsaufgaben- und Führungspositionen. Eine Fahnenweihe, Bezirksmusikfeste, Bundesmusikfeste, internationale Gastspiele, Konzert-Wertungsspiele, Musikwettbewerbe, Landesmusikfeste, Deutsche Musikfeste, Europäisches Musikfest, Rundfunkaufnahmen, Fernsehproduktionen, Auszeichnungen in der Extraklasse, 1. Preise bei den Landeswettbewerben (6 x in Folge) des Bayerischen Musikrates, beim Deutschen Musikrat auf Bundesebene und bei der europäischen CISM waren durch das Engagement des kreativen Künstlers, dynamischen Dirigenten, ehrgeizigen Energiebündels und vielseitigen Organisationstalents über die Jahre regelmäßig gelungen. Lipp konnte mit seinem Talent und Vorbild viele Musiker*innen und seine Mitarbeiter*innen zu Höchstleistungen motivieren.








Mit Vereinsfunktionären und Schulleitern arbeitete Lipp über Jahrzehnte vertrauensvoll und erfolgreich zusammen. Im Gymnasium, der Realschule, dem Allgäu-Schwäbischen-Musikbund, dem Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen und in Projekten für die Bundesakademie für Musikalische Jugendbildung in Trossingen hatte Manfred-Andreas Lipp Leitungs- und Führungsaufgaben und dabei große, überregionale Erfolge.


Manfred-Andreas Lipp arbeitete mit Künstlern und Persönlichkeiten wie Paul Kühmstedt, Karl-Heinz Köper, Kurt Rehfeld, Henk van Ljinschooten, Klaus-Peter Bruchmann, Rolf Rudin, Karl Geroldinger, Hans Peter Blank, Walter Pfeifer, Ulrich Winzer, Gottfried Veit, Rainer Horn, Rainer und Birgit Rudisch, Petra Schüssler, Prof. Maria Maximilian Jannetti, Anselmo Loretan, Heinz Renner, Kirill Kvetniy, Dr. Jörg Riedlbauer, Reinhard Kiendl, Fred Artmeier, Prof. Dr. Dipl. Ing. Karl Kling, Walter Kiesbauer, Prof. Tomislav Baynow, Julian Riehm, Christian und Ursula-Maria Echl, Wolfgang Reß, Barbara Rieder, Renate Menzel, Prof. Karl Erhard, Prof. Dr. Hans-Walter Berg, Jan Willems, Harry Berger, Robert Vogg, Willy Kenz, Prof. Thomas Zoller, Sammy Nestico, Peter Herbolzheimer, Wolfgang Lackerschmidt, Harald Rüschenbaum u.v.a. zusammen.





Mit dem Bayerischen Rundfunk produzierte Manfred-Andreas Lipp im Hörfunk über 250 Titel und Beiträge für das Fernsehen. Im Blue Lake Fine Arts Camp Michigan/U.S.A. engagierte er sich als Dozent, Bandleader und Dirigent. Zeitgenössische, führende Komponisten und Verlage widmeten Manfred-Andreas Lipp ihre Orchester- und Kammermusikwerke, die durch ihn die Uraufführung bzw. First Recordings hatten.




Durch seine Initiative und Mitwirkung sowie die Zusammenarbeit mit der Stadt Wertingen, der Stadtkapelle Wertingen und der Musikschule Wertingen entstanden Probenräume für Orchester, die Musikschule und umfangreiches Inventar, Tonträger, Video-Aufnahmen und Notenbibliotheken. Im Allgäu-Schwäbischen Musikbund war Lipp Bundesjugendleiter, Lehrgangsleiter, Dozent, Dirigent, Prüfer, Wertungsrichter, Leiter der ASM-Bigband 2000 und dabei Preisträger für Auswahlorchester auf gesamtdeutscher Ebene. Er leitete Aufnahmesessions und Tonträgerproduktionen im BR-Studio 1 und bei Konzerten auf großen Bühnen. Im Bayerischen Musikbund war er ein innovativer Landesjugendleiter. Anlässlich der 100. Geburtstage von Carl Orff und Paul Hindemith gab Manfred-Andreas Lipp mit seiner Bläserphilharmonie der Stadtkapelle Wertingen ein viel gelobtes und beachtetes Konzert für den Bayerischen Musikrat in Kooperation mit Dr. Jörg Riedlbauer am Gärtnerplatz in München. Ein Höhepunkt war am 6. November 1999 die Aufführung von Carl Orffs „Carmina Burana“. Vor 1.200 Gästen konzertierten mit der Bläserphilharmonie der Stadtkapelle Wertingen der Philharmonische Chor Augsburg und der Konzertchor der Albert-Greiner-Sing- und Musikschule (Wolfgang Reß), der Kinderchor des Gymnasiums Wertingen (Werner Bürgle), Prof. Maria Venuti (Sopran), Florian Mock (Tenor) und Andreas Schindler (Bariton) unter der künstlerischen Leitung von Manfred-Andreas Lipp. Das begeisterte Publikum feierte mit stehenden Ovationen das Konzert.




Manfred-Andreas Lipp ist auch Autor von Unterrichtsmaterial für alle Blasinstrumente, Arrangeur bekannter Werke großer Komponisten für seine Ensembles und Schüler sowie Autor für die Printmedien, digitale Medien und die Fachpresse. Er war mit Politikern, den Verbänden, Kommunen, Schulen, Universitäten, Musikindustrie, Veranstaltern, Sponsoren und Medien vernetzt. Für seine Verdienste erhielt er Ehrungen durch die Bundesrepublik Deutschland (Bundespräsident Frank Walter Steinmeier), den Freistaat Bayern, die Stadt Wertingen, die Stadtkapelle Wertingen, die Musikschule Wertingen und den Allgäu-Schwäbischen Musikbund. Er hält sich seit Jahrzehnten durch Jogging, Nordic Walking, Schwimmen, Wandern, Radeln und Fitness-Training in Form.


Im Jahr 2018 veröffentlichte Manfred-Andreas Lipp im Rahmen der Verabschiedung aus dem öffentlichen Dienst seine Autobiografie unter dem Titel „Leben mit Musik“ als Buch und die CD „Märsche einer Dirigentenära“. Augsburg TV widmete Manfred-Andreas Lipp dazu eine schöne Sendung, die vor Ort produziert wurde. Lipp ist bis zum heutigen Tag als Solist, in Ensembles, als Musiklehrer, Berater und Veranstalter aktiv. Als Autor, Wertungsrichter und im Ehrenamt stellt er seine Erfahrung und Kompetenz nach wie vor und mit Leidenschaft in den Dienst der Musik.






Seit 1973 ist Manfred-Andreas Lipp mit seiner Frau Ingrid Lipp verheiratet. Aus der Ehe gingen 3 Söhne (Markus 1974, Johannes 1979, Andreas 1989) hervor, die alle sehr erfolgreich ein Musikstudium absolviert haben und in herausragenden Ensembles und Orchestern in Berlin (Deutsches Sinfonieorchester Berlin-DSO), Lübeck (Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck) und der Schweiz (Stadtmusik St. Gallen) engagiert sind. Der älteste Sohn Markus hat zudem ein Physikstudium (LMU München) und ein Informatikstudium absolviert.






Anlässlich seines 60jährigen Musikerlebens brachte das atv Fernsehen am 14. Januar einen Beitrag, der in der Mediathek zu finden ist. Im Februar 2026 wird Manfred-Andreas Lipp auf 60 Jahre in einem „Leben mit Musik“ zurückblicken und hofft, dass dann der letzte Ton noch nicht verklungen ist: „Cogito ergo sum“.


